• Historisches und Keramik

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    Als der Eislebener Theologieprofessor Martin Luther fast auf den Tag genau 399 Jahre nach seinem Tode steinern auf das brennende Straßenpflaster vor der dann ebenfalls in Flammen stehenden Dresdener Frauenkirche :'( stürzte, war das berühmte Tintenfaß längst geworfen und alle überlieferten Aussprüche getätigt.
    "Wo kein Wagnis, da kein Gewinn. Wo kein Spiel, da kein Leben." |-| Heute wäre ihm wohl das Herz schwer um das Schicksal seiner geliebten deutschen Lande..... :( :'(

    Fünf Jahre ist es nun her, seit wir uns für eine Auswanderung nach Paraguay entschieden haben.
    Nach einer auf den 22ten November (der Todestag J.F.K.'s - Danke dafür, Herr F>:XX) '04 datierten Kündigung, ausgesprochen aufgrund abstruser Beschuldigungen, :p die die Anklageführungen selbst eines Herrn Freisler (inclusive Lautstärke) in den Schatten stellten, kristallisierte sich relativ schnell unter Zugrundelegung des klassischen Ausschlußverfahrens unser südamerikanisches Binnenland heraus.
    Raus aus dem Machtbereich des Brüsseler Großreiches XX( galt in erster Linie für uns dabei.

    Relativ schwieriger -rückblickend allerdings unterhaltsamer!- sollte sich daraufhin der Umgang mit davon in Kenntnis gesetzten Freunden, Bekannten und Verwandten gestalten: die meisten wären weniger überrascht gewesen, wenn wir den Hauptwohnsitz zu den Klingonen oder ins Innere des Ätna verlegt hätten! :))

    "Lehmhütten ohne Strom" und "Arktisnähe" waren da noch die harmlosesten Begriffe des allgemeinen Kenntnisstandes - vorgetragen im Tone der Ernsthaftigkeit eines "privaten" Fernsehreporters, der den geduldigen Zuschauer seit einer Woche mit dem Tod von Schienen-Enke beschäftigen muß.

    Anschließen sollte sich dann auch meist die Frage nach dem Empfang deutscher Fernsehprogramme! XX( :>
    Niemand wäre erstaunt gewesen, wenn hier alle Einwohner angeblich den "Lampenschirm" um den Hals tragen müssten, den der Tierarzt für Hund & Katz' bei einer Fellbehandlung bereithält....
    An dieser Stelle möchten wir uns bei allen ganz herzlich bedanken, :!: die uns in dieser schwierigen Zeit ehrlich unterstützten - oder eben unsterbliche Aussprüche lieferten..! ;D :P :))

    Als bildhaftes Beispiel für unseren Aufenthalt in der Gegenwart mag heute ein im ca. 40 km entfernten Städtchen Cnl. Oviedo gelegener Spezialhandel für sanitäre Ausstattungen dienen.

    Hier werden nicht etwa Palmblätter in allen Varianten, Farben und Größen zur Verschönerung der eigenen Bambusbude am Rande des Regenwaldes feilgeboten, :)) sondern alles, was Küche und Bad wohnenswert macht und mit dem üblichen Standart und Luxus ausstattet - Preistendenz nach oben beinahe offen! :!:

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    Schnell verfliegt die Zeit beim angeblichen Kurzbesuch, wenn diese Auswahl und auch Qualität vorliegt.

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    Armaturen von Plastik bis vergoldet; Wandfliesen statt aus Boizenburg "Made in Brasil" - den wandgestalterischen Ideen bei der Anwendung sind fast keine Grenzen gesetzt. => Außer natürlich finanziellen; und schnell stellt sich angesichts einiger Preise die Frage, wie um alles in der Welt nächtliche Rollkommando's auf die Idee kommen, daß die hier ansässigen Deutschen die reicheren seien..?!
    |-| Eine Frage, die man wohl nur mit Hilfe der Polizei wird klären können. :yes:

    "Es gehört große Kühnheit zu dem Wagnis, sich selbst zu sein." U-( Victor Eugène Delacroix entstammen diese Worte, die den heutigen Abschluß bilden sollen.
    Wie immer mit vielen Grüßen - Euer Team von "OUTLAW TODAY"! :wave:

    Und diesen "Fund der Woche" nun auch hier für unsere Leser :>> :

    HOTEL-RESTAURANT PARAISO
    Villarrica, Paraguay
    http://www.hotel-paraiso.de

  • Handwerk hat goldene Sohlen....

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    "Wer auf Schuhe hofft, die er erben soll, muß barfuß laufen." :o Behauptet zumindest die Rückseite des heutigen Kalenderblattes von Oma's geliebten Almanach.
    => Ach! Sieh' einer an; nun wird klar, daß in der alten Heimat Senioren ab 35 schwerlich einen Job finden - besserwisserische pessimistische Tagestheorien, gepaart mit Konsumverweigerung XX( passen eben schlecht in unsere moderne Gesellschaftsordnung und gefährden definitiv die Umsatzzahlen der global planenden Bankster. >:-[

    Als im Oktober 1906 Wilhelm Voigt als selbsternannter Hauptmann kurzerhand die Rathauskasse von Köpenick requirierte, stellte sich relativ schnell heraus, daß sein eigentliches Handwerkszeug im wahren Leben - das des Schuhmachers war!
    Weit davon entfernt, aufgrund dessen, das lederverarbeitende Gewerbe kriminalisieren zu wollen, dient dies lediglich als Beweis, daß Berühmtheiten aus beinahe jeder Branche kommen können.
    Auch die Dachdecker beispielsweise haben eine ganz eigene Blüte U-( XX( hervorgebracht.....

    Doch zurück zur Fußbekleidung! Eines der im hiesigen Städtchen meist beworbenen Dinge ist "Giulio Césare". Dies steht im kulturell eher unterproportionierten Villarrica nicht etwa für Händel's gleichnamige Oper von 1723, sondern für eine Schuhmarke, die hier nach Aussage der Betreiber immerhin seit 93 Jahren ansässig ist. Und keinesfalls die oft gebräuchlichen Flip-Flop's herstellt...!

    Bei einem Besuch in der Produktionsstätte fällt beinahe als erstes das Schild => "Mate trinken während der Arbeit verboten!" auf; dementsprechend flüssig läuft hier die Schafferei. :idea:

    Marille 02

    Etwa 30 Beschäftigte stellen vor den Toren Villarrica's die bekannten Herrenschuhe in eigener Werkstatt mit angeschlossenem Verkaufsraum her - die Teile, mit denen "Frau" ganze Reihen begehbarer Schränke füllt, werden aus den Nachbarstaaten importiert und im Stadtinneren in einem gesonderten Laden, der mit Spiegeln & Sitzgelegenheiten (warum nur...?) ausgestattet ist, veräußert.

    Anhand regalgelagerter Holzmodelle entstehen an Maschinen meist argentinischer Produktion in erstaunlich wenigen Arbeitsgängen die Fußbekleidungen, die unter dem erwähnten Namen in ganz Paraguay ausgeliefert werden. Vor der Maschinisierung fanden in dieser Fabrik rund 300 Menschen Arbeit, und nach der allzubekannten Freistellung und dem sozialverträglichen Stellenabbau U-( bezeichnet man sich gern als einziger Standort Paraguay's, wo halbautomatisch Schuhe gefertigt werden.

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    Die persische Weisheit befolgend "Wer seinem Kind kein Handwerk lehrt, bringt ihm das Stehlen bei" sind auch hier alle Beschäftigten in die jeweiligen Produktionsabläufe unterwiesen worden und setzen Erfahrungswerte um; jahrelange staatliche Lehrberufe wird man auch hier vergeblich suchen....

    Die Preise für dieses Schuhwerk sind keinesfalls unbezahlbar - wenn man allerdings bedenkt, daß der tägliche Durchschnittslohn eines Arbeiters etwa 25tausend Guaranies beträgt, versteht man die Liebe zu den eingangs erwähnten Flip-Flop's.... :-/

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    So bedanken wir uns an dieser Stelle bei der zauberhaften :p >:XX |-| für die Führung durch die Werkstatt und verbleiben für unsere geneigte Leserschaft wie immer mit den besten Grüßen als Team von "OUTLAW TODAY"! :wave:

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  • Nah am Wasser

    "Ein Versprechen ist eine Wolke. Erst die Einlösung ist Regen." B) Behauptet man jedenfalls im arabischen Sprachraum.
    Gefährliche Theorien :!: also wieder, die uns damit aus dem Lande des Propheten erreichen....Glücklicherweise erst nach der Wahl der Berliner Flibustier! :.

    Bestes Wetter heute in Villarrica, um ein eventuell zu erwerbendes Haus zu besichtigen! Zum einen, weil dann der Wasserpegel des vom Verkäufer hochgelobten Pool's stets gleich bleibt, und zum anderen läßt sich so besser der genaue Standort der Bootsanlegestelle planen!

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    In jedem Falle aber wäre heute bei Anwendung des deutschen Karneval-Brauchtums in unserem Städtchen jedes noch so farbenfrohe Kostüm durchgeweicht und hätte nach der völligen Auflösung nur das umweltfreundliche "Made in China"-Label XX( auf dem Bordstein hinterlassen. Macht nichts - in wenigen Wochen werden die meisten wieder über die (dann hoffentlich) herrschende Hitze (oder eben die PKW-Maut-Gebühr) stöhnen...! U-(

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    Mit dieser Hommage bedanken wir uns bei allen für die lieben Geburtstagsgrüße die von rund um den Erdball hier eingetroffen sind!

    Wie immer mit vielen Grüßen - Euer Team von "OUTLAW TODAY"! :wave:

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  • It's Blues-Time!

    Its Blues-Time 01
    Blues-Abend am 21.05.09 http://hotel-paraiso.blog.de/2009/05/22/feel-blue-6160107/

    Haben die Ehre mitzuteilen, -STOP- daß am 26.11.2009 -STOP- das halbjährliche "Blues-Festival -STOP- der bekannten Villarricaner Familie Sanchez-Haase -STOP- wie gewohnt zu später Stunde -STOP- im Club Porvenir -STOP- stattfinden wird -STOP-

    Its Blues-Time 02
    Familie Sanchez-Haase feiert im Restaurant Paraiso.

    Die Redaktion von OUTLAW TODAY wird unsere Leser mit Freuden mit ausreichendem Text- und Bildmaterial versorgen.

    Its Blues-Time 03
    Unser Findelkind nach 4 Wochen Verköstigung :yes:

    Viele Grüße :wave: und an alle Vorort: Termin merken!!!

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  • Zu Wasser und zu Lande....

    "Das Wasser und das Volk kann man nicht zurückhalten." |-| Dies wurde nicht etwa in den letzten souveränen Tagen :'( der tschechischen Republik verfaßt, sondern ist schon etwas älter und stammt angeblich aus der (schon vor längerem eingemeindeten) XX( Toskana.

    Als am 4ten Oktober 1982 der frische gewählte Helmut Kohl sein neues Kabinett - damals kam man seltsamerweise noch ohne vietnamesischen Minister aus :!: :## - vorstellte, übernahm er die Regierung über ein Land, welches als Jahresbilanz knapp 13tausend Jahrespleiten und Vergleiche bei 2 Millionen ohne Job aufweisen würde; verglichen mit heute allerdings..... :`(

    Weitere 4 Wochen später, am 5. November 1982 wird an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay der Bau des Wasserkraftwerkes Itaipu eröffnet. Um an dieser Stelle die bis zu etwa 200 Meter hohe Staumauer zu errichten, wurden um die 50tausend da seßhafte Anwohner beauftragt, das extra gerodete >:-[ Holz des bisher da existenten Regenwaldes fortzutragen. Wie werden alle gestaunt haben, bei der Rückkehr keine Häuser mehr vorzufinden: "Die Karte ist richtig - die Gegend ist falsch!" U-(

    Seit 27 Jahren also entwickeln Fotolabore weltweit Urlaubsbilder von Touristen, die strahlende Leute vor unbändigen Wassermassen unter tiefblauem Himmel zeigen; zugegebenermaßen ein umwerfendes Naturschauspiel für Besucher, die in Paraguay Urlaub, Urlaub, Urlaub machen - nichts als Urlaub.... :))

    So grüßen wir alle zum Beginn des paraguayischen Sommers und verbleiben wie immer mit besten Grüßen als Euer Team von "OUTLAW TODAY"! :wave:

    "Dasselbe Wasser macht Hühner weich und Eier hart." Dies noch für unsere Leserschaft im Tulpenlande. :D
    ...nicht zu vergessen die >:XX :yes: R*chsa*u*t*o*b*a*h*n* Berlin * München, die am fünften No*e*ber *1938* fertig*geste*t wurde...*!!!* U-( :P ;D

    http://www.youtube.com/watch?v=R5wVZQaHlx0

    Viele Grüße an Landesmutter-mergggels Knesset-Freunde; ruft ruhig an, wenn ihr noch mehr Militärschiffe zum Nulltarif braucht! :??: Wir öffnen dazu gerne wieder die Marinewerft Wilhelmshaven....

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    Vielen herzlichen Dank an den Fotografen, der uns seine tollen Bilder zur Verfügung gestellt hat. Liebe Grüße ganz speziell an Dich, J.!

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    Villarrica, Paraguay
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  • Kleine Taschenlampe brenn'......

    Pünktlich zum 45ten Jahrestag des Inkrafttretens des ersten (von insgesamt fünf) Passierscheinabkommens und dem daraus resultierenden Erscheinen der ersten Besucher an der innerdeutschen Grenze XX( kann unser als Dauerwohnsitz gewähltes Land Paraguay einen weiteren Erfolg -diesmal auf dem Gebiete der Raumforschung- verbuchen: ohne viel Medienspektakel und seltsamerweise wenig beachtet betrat eine wohlausgerüstete binnenländische Mannschaft den nächtens sparsam, aber doch quecksilbrig leuchtenden Erdtrabanten. :!:

    Mondlandung

    Während die restliche Welt geschwächt durch Schweinsgerippe, aber trotzdem stur ungeimpft dem Tod bei der Halloween-Party entgegentanzte, wurden in den letzten Stunden auf der abgewandten Seite des Mondes -deswegen kaum sichtbar- tausende von Hektar abgesteckt, parzelliert und tituliert, um ab morgen den Eingang in mehrere bunt gestaltete Anbieter-Seiten zu finden. :o

    Und wer nun argwöhnt, daß ihm das sprichwörtliche ungreifbare "Grundstück auf dem Mond" verscherbelt werden soll, dem sei zur Beruhigung mitgeteilt: das haben schon mehrere vor ihm getan! :yes:
    Keine Angschdd also - an allen vier Seiten des neuen Zuhauses sind schon Nachbarn da!

    Monatelang wurde in hiesigen Kontrollzentren geplant, gerechnet und gebastelt: während vor über 40 Jahren noch Unsummen von Dollars für Ausrüstung und Notfallprogramme verschleudert wurden, sollte sich diesmal alles vereinfachen. :idea:
    Beigefügtes obenstehendes Bild veranschaulicht, wie genial einfach Raumfahrt im 21ten Jahrhundert sein kann. Einfach mehrere "BRAHMA"-Flaschen, den Mate-Becher und das Moped mitsamt Handy (mit 1000 Gs. Saldo) einpacken, und spätestens jetzt sollte allen klar sein, daß sich der wirtschaftliche Mittelpunkt der Welt nach Südamerika verlagert hat.
    Schon auf der Erde unnütze Dinge wie gar Tierliebe werden "da oben" natürlich nicht gebraucht - dafür aber alle 25 erlernten Berufe. :.

    Kurz vorm Abflug fiel glücklicherweise noch jemandem der Crew ein, ein Familienmitglied mit den Mitschnitten der mehreren, ab jetzt versäumten täglichen Tele-Novela's zu beauftragen; der technische Fortschritt soll ja keinesfalls das gewohnte tägliche Leben verändern oder gar zerstören...

    Leider wurde vergessen, für's Beweisfoto einen Flaggenstock einzupacken - kein Problem: :idea: sollten die Amerikaner damals wirklich "oben" gewesen sein, so wird sich deren Equipment wohl noch da befinden und sie gegen einen vorläufigen Bannerwechsel wohl nichts einzuwenden haben.
    Ärgerlicher ist, daß die Mitnahme von Lichtquellen für überflüssig gehalten wurde aufgrund der eigenen Helligkeit des Mondes. Dies sollte alle Einwanderer substantiell am Wahrheitsgehalt des Schulwissens zweifeln lassen....Irgendwie scheint hier alles anders zu sein... U-( Aber wozu nicht vieles selber herausfinden?

    So freuen wir uns, der geneigten Leserschaft demnächst mehr über dies gewagte Projekt mitteilen zu dürfen...!

    Wie immer mit vielen Grüßen - Euer Team von "OUTLAW TODAY"! :wave:

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  • Wenn einer eine Reise tut....

    "Im Unglück sieht man die Wahrheit klarer." Mit wenigen Worten hat Fjodor M. Dostojewskij so den Kern der Sache getroffen. Einige Landsleute von diesem bekannten Romanautoren werden diese Aussage wohl ihr Leben lang bestätigen können.
    Für eine Familie aus Deutschland mit zwei Kindern sollte der Besuch bei den etwa 140 km südlich von Villarrica im Departement Caazapa wohnenden Eltern des Ehemannes einen lebensgefährlichen Abschluß finden.... :-/

    Im Laufe eines Treffen unter Landsleuten kam es bei einer Meinungsverschiedenheit über die Backzutaten für Mürbeteigplätzchen zu Handgreiflichkeiten, und schnell befand sich ein Schneidwerkzeug "Made in Solingen" in mindestens einer entschlossenen Hand. Drei der anwesenden Herren bekamen genau dies ab. >:-(
    Was sich nun anschließen sollte, könnte einem Film entstammen, klingt aus dem Munde eines der Beteiligten allerdings authentischer als jeder abendfüllende Thriller:

    Aufgrund der Verletzungen war hier starker Blutverlust zu konstatieren; ein in Deutschland erhältliches Chirurgie-Handbuch empfiehlt dabei "sofortigen Transport in die Klinik."
    Gute Idee - aber hier draussen...? :|

    Per Telefon wurden in Villarrica zwei Krankenwagen => mit je einem Arzt geordert.
    Schnell wurde klar, daß sich die Fahrer weigerten, nach den 50 km Asphaltstraße den Teer zu verlassen und die restlichen 90 km auf unbefestigten Wegen zu fahren. Also wurde schnell ein Privatauto geordert, das die Verletzten bis zum Beginn der Straße bringen sollten, wo alle drei Opfer (einer davon der Täter) in die Krankenwagen zur ersten Behandlung und des weiteren Transportes wegen umsteigen sollten.

    Neunzig Kilometer Erdstraße brauchen seine Zeit, doch die nächste Überraschung wartete beim Eintreffen am Asphalt: kein einziger Arzt wartete - nur der unerläßliche Fahrer des einzigen eingetroffenen Wagens verbrachte rauchend seine Zeit. :##

    So mußte eines der stark blutenden Opfer mit dem Privatauto in die hiesige Klinik zur Versorgung gebracht werden. Immerhin ließ sich der Fahrpreis des Krankenwagens um 100tausend Guaranies auf 400tausend reduzieren....

    Die gezeigte kleinere Wunde entspricht dem Einstich - leider war an dieser Stelle keine Behandlung des siebenmal durchbrochenen Dünndarmes möglich, und so mußte in einer Notoperation der Bauchraum geöffnet werden.

    Krankenhaus

    Der nachfolgenden Rechnung über 25 Millionen Guaranies für die Operation und Unterbringung im Krankenhaus ist gleichzeitig zu entnehmen, daß etwa zwei Liter Blut per Infusion übertragen wurden, um den Verlust auszugleichen.
    Leider konnte dem im selben Krankenhaus behandelten Täter keine Zahlungsaufforderung zugestellt werden, da er es -wohl um Kosten zu sparen- vorzog, nächtlich ohne Abmeldung zu verduften. U-(

    Glücklicherweise wurde drei Tage vor dem Abflug in Deutschland eine ADAC-Reiseversicherung abgeschlossen! So übernimmt die deutsche Gesellschaft die Kosten für den Business-Class-Rückflug des Mannes, der nur auf diese Art aufgrund der Verletzungen die Rückreise antreten kann.

    Der Heilungsprozeß geht mittlerweile gut voran; unter Verwendung von täglich zu erneuernden Verbänden und einigen Medikamenten wird diese Familie Anfang November die Heimreise antreten können.

    "Vom Gelde hängt Glück und Unglück ab", stellte der deutsche Philosoph Stirner vor über 150 Jahren fest. Stimmt - besonders hier!
    Noch dazu läßt sich feststellen, daß besagte Aktion auch aufgrund verläßlicher Freunde bei der schnellen Hilfe so "reibungslos" ablief.

    Und es wirft ein bezeichnendes Licht auf Grundstücke weitab der befestigten Wege; Einsamkeit vs. Nothilfe.
    Bleibt zu hoffen, daß die Bemühungen der Justiz um Aufklärung nicht im Sande verlaufen...! >:-[

    In keinem Fall soll diese Geschichte dazu dienen, Paraguay zu verteufeln; alle Details erscheinen hier mit ausdrücklicher Genehmigung der Familie. Vielleicht dient dies dazu, ein realistisches Bild fernab von dem verkaufsfördernden "alles Klasse, alles suuupi" zu erstellen.
    Und Zweifler können gerne weiterhin euphorisch über hochmoderne Gratis-Handy-Aktionen und goldene Ertragsergebnisse berichten. >:-[

    Wer weiß, wann der nächste Besuch bei den Eltern anstehen wird - in jedem Fall wird dies Erlebnis wohl einige Zeit zum "setzen" brauchen....

    Wir wünschen der Familie alles Gute weiterhin!

    Wie immer mit vielen Grüßen - Euer Team von "OUTLAW TODAY"! :wave:

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  • Raindrops keep fallin'.....

    "Dacht' ich's doch, daß auf das Donnerwetter noch Regen folgen würde!" :p
    Wenn zweieinhalbtausend Jahre später der Athener Philosoph Sokrates immer noch gerechterweise geachtete Erwähnung findet, dann weil er uns noch sehr viel mehr hinterlassen hat als obenstehenden Gedankensplitter und daraus resultierende rhetorische Vorgehensweisen.

    Aber ob er eine Vorstellung von der im wahrsten Sinne des Wortes mitreißenden Intensität unserer hiesigen Unwetter hatte..? U-(

    Glücklicherweise leben wir zu Beginn des 21ten Jahrhunderts und niemand hat mehr Angschdd vor einem Gewitter; der typische deutsche, hier angesiedelte Selfmade-Millionär wartet dann in seinem Eigenheim auf das Vorübergehen des Regenschauers, das Ende des Stromausfalles oder auf Rückantwort bei seinen einfallsreichen Internetunternehmungen unter madagassischer IP-Adresse. |-|

    Und während die draußen herabströmenden Regenmassen unbefestigte Straßen oft in tagelang unpassierbare Schiffahrtswege verwandeln, erinnert man sich an vergangene Zeiten, als das Buch noch nicht vom Flachbildschirm verdrängt worden war.

    Wie dem auch sei - den paraguayischen Regen muß man erlebt haben; wie so vieles andere kann man dies nicht den zahlreichen einschlägigen Internetseiten entnehmen.
    So sind an dieser Stelle einige Impressionen aus dem kürzlich verregneten Villarrica angefügt.

    Lassen wir an dieser Stelle noch Franz Kafka zu Wort kommen: "Stell dich dem Regen entgegen, laß die eisernen Strahlen dich durchdringen, gleite in dem Wasser, das dich fortschwemmen will, aber bleibe doch, erwarte so aufrecht die plötzlich und endlos einströmende Sonne."

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    Unser Gruß gilt nun noch allen morgigen Geburtstagskindern - besonders denen in der 1080jährigen Stadt. :wave: :>>

    Wie immer mit vielen Grüßen - Euer Team von "OUTLAW TODAY"!

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  • Endstation

    "Sterben ist das letzte." Leider ist nicht überliefert, ob der britische Admiral Horatio Nelson an diesen Ausspruch des römischen Satirikers Horaz dachte, als er am 21ten Oktober 1805 in der Seeschlacht um Trafalgar sein Leben ließ.
    Kriegerische Zeiten verfügten rasch, wer aus der Quelle des Todes trinken mußte. :-/
    Nun ist glücklicherweise die Quelle abgeschafft. :. Und wieder stehen tausende von Leuten vor verschlossenen Toren.... :##

    Eine reichliche Woche vor dem kirchlichen Allerheiligen-Fest bietet sich ein Gang über den hiesigen Deutschen Waldfriedhof an.
    Am Ende eines unbefestigten Erdweges erwartet den Wanderer hier eine grüne Oase der Stille, wo seit vielen Jahrzehnten Landsleute ihre letzte Ruhestätte finden.
    Zwischen Grabtafeln, die aufgrund des Alters kaum noch leserlich sind, künden eingravierte Lebens- und Sterbedaten von oft zu früh beendetem Leben.

    Verschiedene Namen lassen die Erinnerung an vergangene Geschehnisse und Ereignisse wach werden. Über Auswanderungspläne, die mehr oder weniger schnell in einigen Fällen hier abrupt endeten. Oder aber nach einem frohen langen Leben in der neuen Wahlheimat hier ihre Ruhe fanden.
    Anders als bei einheimischen Friedhöfen sucht man geflieste Grabmäler hier vergeblich; glücklicherweise wurde an diesem Ort die gängige Praxis der alten Heimat beibehalten. 8|

    Wer weiß schon, was im eigenen Buch des Lebens verzeichnet steht; spätestens, wenn die Trauergemeinde noch am Grabe nach dem Handy greift oder gar bei der Beerdigung den Automotor laufen läßt, ist klar, daß jetzt wohl Schluß ist... :'(
    "Der wichtigste Tag deines jetzigen Lebens ist der allerletzte, der Todestag; aber der entscheidendste kann vor diesem schon jeder andere gewesen sein." :.
    Kein geringerer als Karl May lieferte heute das Schlußwort.

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    Wie immer mit vielen Grüßen - Euer Team von "OUTLAW TODAY"! :wave:

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  • Verstehe dies, wer mag.....

    Als heute (17ter Oktober) vor 90 Jahren unser Reichsland Elsaß-Lothringen durch Frankreich aufgelöst und fortan von selbigem verwaltet wurde, hätte wohl niemand geglaubt, daß dies erst die Morgenröte der großen Veränderungen des 20ten Jahrhunderts sein sollte. :|

    Ein knappes Jahrhundert später hat sich die Welt kolossal verändert; der Mensch hingegen hat sich viele seiner Eigenschaften bewahrt:

    "Optimismus: die Torheit zu behaupten, daß alles gut sei, wenn es schlecht ist."
    Den Worten des großen Franzosen Voltaire folgen angesichts der nahezu unhaltbaren Zustände im Brüsseler Großreich XX( immer noch viele beim häuslichen Extrem-Couching, angenehme private Bequemlichkeit hineininterpretierend.

    Viele andere hingegen entfliehen der Entmündigung, der Eingrenzung, Ausspionierung und Bevormundung.
    Und manchmal auch der (oft mehrmaligen) Erwähnung auf der Fahndungsliste. U-(

    So wird es schwer, sich beim Neustart in hiesigen Landen zurechtzufinden, denn niemand scheint an Provision interessiert zu sein oder gar Übervorteilung zu akzeptieren. Überall auf den immer begleiteten Wegen werden Freundschaftsdienste und Freibier bereitgehalten. :yes:
    Aber wo zum Teufel sind die erwarteten Schwarzen Schafe, bei denen man nie und nimmer kaufen wird??? :?:

    Der landsmännische zukünftige Bauherr hat in den sechs Monaten seiner Anwesenheit in Paraguay in jedem Fall genug Kontakte und Wissen über die hiesigen Verhältnisse sammeln können! :yes: :p

    Zwölf im Direktstudium erworbene Deutsche Meistertitel contra Landessprache:
    wie soll in so einem heißen Binnenland das Mauerwerk eines Deutschen Hauses Erdfeuchtigkeit ziehen?? :##
    Warum nicht das Baumaterial für's nächste halbe Jahr an einem Tag kaufen? Wenn dies die Laune des Bauherren anhebt und ihm den Bau eines weiteren Haupthauses ermöglicht..?!
    Titelierungen und Umschreibungen von Grundstücken werden im Minutentakt noch vor'm Frühstück erledigt - man ist ja schon längst in der Familie des Besitzers vom Umschreibungsbüro integriert.
    Und die plötzlich vor'm Haus auftauchende Polizeitruppe ist ganz klar: => der Personenschutz aufgrund der hiesigen Wertigkeit und der daraus resultierenden Gefährdung.

    Zwecks Weiterverkauf in treueste Treuhand-Hände gegebene Häuser Rück-Gewanderter Landsleute weisen plötzlich Tränen über den Verlust ihrer Besitzer auf und eignen sich so deshalb schnell nur noch zum Eigenbedarf der zwei treuen Hände. :idea: Wer hätte dies gedacht - paßt doch gut: dank Hartz IV darf eh kein Geld "rüber" fließen U-(

    Klar, logisch 8| - wer veräußert so ein Grundstück, wenn auf die kleinen Kinder des potentiellen neuen Besitzers tausende Gefahren im zugehörigen Grasland warten..? Oder die eigene Alternativlosigkeit dämmert.... |-|

    Und wieder senkt sich nach einem traumhaften Sonnenuntergang bei sommerlichen Oktober-Temperaturen der Abend über dem weiten, flachen Land Paraguay's nieder und gibt damit der Hoffnung Ausdruck, daß auch der nächste Tag kommt, wie gewohnt so weitergeht und für alle polnischen, deutschen oder russischen Geschäftsleute wieder erfolgreich wird. :o

    So möchten wir uns an dieser Stelle bei Franz Grillparzer's Landsleuten :wave: für die "Drehgenehmigung" bedanken, ihnen zum schnellen und richtigen Durchblick gratulieren und weiterhin alles Gute wünschen! :yes: :p

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    "Als Deutscher ward ich geboren, bin ich noch einer? Nur was ich Deutsches geschrieben, das nimmt mir keiner."

    Ein schönes Wochenende und viele Grüße von Eurem Team von "OUTLAW TODAY"! :wave:

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